Den Artikel zu Last of Us auf videogametourism.at würde ich mal so unterschreiben.

Gerade der im Vorfeld als so wichtig für die Story gepriesene Gewaltanteil ist an etlichen Stellen unnötig überzogen und bringt 0,nix. Reiner Selbstzweck. Oder wo liegt z.B. der tiefere Sinn zufällig bei jedem x-ten Zombie der auf dem Boden liegt den Schädel zu zertreten, während es bei den anderen Malen reicht zu schießen? Und die im Artikel erwähnte Erschießung, relativ früh im Spiel, ist an Geschmacklosigkeit kaum zu überbieten.

In den letzten Jahren ist das Thema Gewalt in Spielen selbst in meinen Augen außer Kontrolle geraten. Aber wahrscheinlich war das die einzige Möglichkeit uralte, innovationslose Spielmechaniken aus der Urzeit der Computerspieleära zu kaschieren. Viel Blut verdeckt die Mängel im Spiel? Funktioniert nicht wirklich. Tut dem Verkaufserfolg in einem Milliardenmarkt aber wohl keinen Abbruch und wird sich daher wohl erstmal nicht grundlegend ändern.

In dem Zusammenhang muss ich mir natürlich auch an die eigene Nase fassen, denn die beiden Spiele, um die es sich in dem Artikel dreht, habe ich gespielt. Oder spiele sie noch. Infinite habe ich nach anfänglicher Begeisterung ob des schönen Settings und der Anfangs spannend klingenden Story nach etwa der Hälfte ins Nirvana, oder genauer gesagt den derzeit noch vorhandenen Gebrauchtmarkt, geschickt. Bei Last of Us bin ich noch relativ am Anfang. Trotz simpler Spielmechanik und den angesprochenen Gewaltszenen zieht Story und Atmosphäre noch. Mal sehen, ob das bis zum Ende langt. Achja, der Soundtrack ist schön! Auch wenn er streckenweise nach Diabolo 2 klingt…